Parodontitis-Behandlungen
Parodontitis-Behandlung in Hamburg-Eimsbüttel: Zahnhalteapparat & Gesundheit schützen
Parodontitis ist weit mehr als eine einfache Zahnfleischentzündung – es handelt sich um eine chronische, bakteriell bedingte Infektionskrankheit des gesamten Zahnhalteapparates. Neben dem Zahnfleisch greift sie auch Kieferknochen, Bindegewebe und das Verankerungssystem der Zähne an. In unserer Zahnarztpraxis am Weiher in Hamburg-Eimsbüttel helfen wir Ihnen, das Fortschreiten der Erkrankung schmerzarm zu stoppen und Ihre eigenen Zähne dauerhaft zu erhalten.
Warnzeichen erkennen: Die 4 häufigsten Symptome
Zahnfleisch-Bluten & Rötung
Wiederkehrendes Bluten beim Zähneputzen oder Essen sowie geschwollenes, empfindliches Zahnfleisch sind das erste Alarmsignal.
Anhaltender Mundgeruch
Bakterielle Stoffwechselprodukte im tiefen Biofilm verursachen oft unbemerkt unangenehmen Atem und veränderten Geschmack.
Zahnfleisch-Rückgang
Das Zahnfleisch zieht sich zurück, die Zahnhälse werden freigelegt und reagieren empfindlich auf Schmerz, Heißes oder Kaltes.
Lockerung & Zahnwanderung
In fortgeschrittenen Stadien baut sich der Kieferknochen ab. Die Zähne verlieren ihren festen Halt, verschieben sich oder lockern sich.
Entstehung: Die Rolle des Immunsystems

Bei einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) scheiden Bakterien im Zahnbelag (Biofilm) Giftstoffe aus. Die eigentliche Gewebszerstörung bei einer Parodontitis wird jedoch durch die Abwehrreaktion des eigenen Körpers ausgelöst: Das Immunsystem versucht, die Bakterien zu bekämpfen, setzt dabei jedoch Botenstoffe frei, die ungewollt auch körpereigenes Knochen- und Bindegewebe abbauen.
Ursachen & Risikofaktoren im Überblick
Die Neigung zu Parodontitis wird durch verschiedene Einflussfaktoren verstärkt:
- Tabakkonsum: Raucher haben ein 4- bis 6-fach erhöhtes Risiko für schwere Parodontitisverläufe.
- Diabetes mellitus: Ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel schwächt die Immunabwehr im Mundraum.
- Hormonelle Umstellungen: Beispielsweise während einer Schwangerschaft, wodurch das Gewebe auflockert und Bakterien leichter eindringen.
- Genetische Veranlagung & Stress: Erbliche Faktoren und chronischer Stress überfordern die körpereigene Abwehrbarriere.
- Weitere Faktoren: Unzureichende Mundhygiene, Zähneknirschen (Bruxismus), Mundatmung sowie Piercings im Lippen- oder Zungenbereich.
Gefahr für den gesamten Körper

Eine unbehandelte Parodontitis bleibt nicht auf den Mundraum beschränkt. Über Entzündungsbotenstoffe im Blutkreislauf erhöht sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall), erschwert die Einstellung von Diabetes und kann Schwangerschaftskomplikationen begünstigen.
Schonende Therapie & Nachhaltige Nachsorge
Die genetische Veranlagung lässt sich nicht verändern, das Bakterienwachstum jedoch sehr effektiv kontrollieren:
- Präzisions-Diagnostik: Bei Bedarf ermitteln wir Ihr individuelles Risiko über spezielle Gentests oder Keimanalysen.
- Schonende Tiefenreinigung: Unter örtlicher Betäubung reinigen und desinfizieren wir die Zahnwurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischrands schmerzfrei.
- Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT): Durch regelmäßige Nachsorgekontrollen und professionelle Zahnreinigungen verhindern wir dauerhaft das Wiederaufflammen der Entzündung.